Donnerstag, 31. Dezember 2009

Sylvester

Guten Rutsch und alles Gute für 2010!

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Fütterung der Lamas

Als ich heute morgen geweckt wurde, konnte ich aus dem Fenster den Schneefall von letzter Nacht erkennen. Beim Füttern dann kam mir in der einen Weide Baila und Dakota entgegen - beide mit 2 cm Schnee auf dem Rücken. Baila hat ja schon immer lieber draußen als im Stall geschlafen - und dies bringt sie offensichtlich jetzt auch ihrem Sohn bei. Ares sah auch naß aus und es gab einen lamagroßen trockenen Fleck auf dem Fußweg - also nehme ich mal an, daß er es war. Er hatte sich so platziert, daß er die Sichtstrecke zur Mutterherde und seine eigenen Frauen gleichzeitig überwachen kann. Bonnie war trocken - sie schien sich irgendwo untergestellt zu haben.
Kälte macht den Lamas weniger aus als Hitze. Als ich in den USA gewohnt habe, haben die meisten Lamas dort trotz -20 °C außerhalb des Stalles geschlafen - sie standen erst auf als man zum Füttern kam - vorher hat man nur Schneehaufen entdecken können. Das war eigentlich recht witzig: ich kam, sah nur eine weiße Fläche vor mir und rief die Lamas. So die Aufmerksamkeit auf mich gelenkt, bewegten sich auf einmal einige Anhäufungen, Hälse streckten sich und wurden zu schneebedeckten Lamas. Es sah großartig aus! :-D

Beim Füttern wiederholte sich das nun alltägliche Schauspiel: Indira wartete am Toreingang auf mich und nahm (richtig) an, daß ich sie draußen frei herumlaufen lassen würde. Also kam erst ihre pflichtgemäße Begrüßung mit einem Lamaküßchen und dem geduldeten Steicheln. Dabei schielte ihr Auge aber an mir vorbei und sie lief dann zielstrebig in Richtung Hengst und stellte sie sich glucksend vor dem von dieser Schönheit hingerissenen Ares hin und flirtete aufs Heftigste. Der arme Kerl haßt den trennenden Zaun bestimmt aufs Tiefste. Ich füllte inzwischen in aller Ruhe sämtliche Heuraufen auf und trieb sie danach wieder zurück. Die Mutterherde gebärdete sich, als ob sie tagelang kein Futter bekommen hätte. Jeder Lamahalter wird das kennen: sobald man etwas zu Fressen bringt, werden einen die Lamas augenblicklich als willkommenes Objekt einschätzen, laufen einem zutraulich 100 m hinterher und warten sehnsüchtig auf die Rückkehr, wenn man die Weide mal kurz verlassen hat. Und stehen natürlich "meckernd" am Zaun, weil man ja doch nicht so schnell ist, wie die Tiere das gern hätten. Und wenn man mal durch die Herde durch zum Stall will, stehen alle im Weg und gehen nur sehr ungern zur Seite. Vorsorglich wird auch aller 10 Sekunden überprüft, ob man nicht doch irgendwo einen Korb Heu versteckt hat. Hat man dann das Heu in den Stall gebracht ist man nur noch Luft für sie und kann die Rangfolge der Tiere ganz wundervoll am Freßgebaren erkennen. Und weil die rangniedrigsten einen dann immer am Ende schmachtend ansehen, erbarmt man sich und stellt heimlich und unentdeckt von den Leittieren einen weiteren Korb voller Heu um die Stallecke. Auf den stürzen sich dann die restlichen 2 oder 3 Tiere.

Ansonsten schneite es den gesamten Tag hindurch. Wir haben beschlossen (weil die beheizbare Tränke noch nicht da ist) aus OSB-(Holz)platten, Styropor und Stroh eine bessere Isolation für die Tränke zu bauen.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Spaziergang mit Ares und seinem Sohn Dakota

Heute waren wir etwas fauler als die letzten Tage, da wir beide doch nicht so viel geschlafen hatten wie eigentlich gehofft: haben daher nur 210 kg Heu per Schubkarre von A nach B befördert, den Innenhof gereinigt (noch mehr Schubkarrenarbeit) und sind dann als Belohnung für uns selbst mit Ares und Dakota zum Krummensee gelaufen und über einen Teil des Hofjagdweges wieder zurück. Dakota war heute das 2. Mal am Halfter und hat sich ganz fabelhaft aufgeführt. Lief auch ganz brav nach ca. 10 Minuten allein mit, vorher haben die Autos ihn erschreckt und er wollte (verständlicherweise) auch nicht von Mami weg. Die Straße ängstigt ihn immer noch ein wenig, aber die Ruhe und Gelassenheit, mit der Ares neugierig durch die Gegend lief, färbte letztlich auch auf seinen Sohn ab. Leider konnten wir keinen Packsattel auf Ares setzen, da er überall mit Kletten "besudelt" ist. Ich wollte sie nicht noch tiefer in die Wolle drücken und besonders bequem wäre es für das Lama auch nicht. Ich glaube nicht, daß wir sie so einfach wieder herausbekommen - es muß wohl eine Schere her. Das ist wirklich schade, mir gefällt er so schön kuschlig, wie er gerade ist. Er wurde letztes Jahr geschoren und da er mittelbewollt ist, ist die braune Pracht schön nachgewachsen. Er scheint seine Scheu vor Menschen auch wieder abgelegt zu haben und begrüßte die Leute links und rechts neugierig. Auch Hunde scheint er sehr locker zu nehmen. Ein tolles Lama! Wir haben ihm eine blaue Führleine verpaßt. Ich glaube, die werde ich ihm auch lassen.Und noch einige Notizen:
  • Wir haben unterwegs einen einjährigen Schwan gesehen, der einen kaputten Fuß hat. Aber es kümmert sich bereits jemand um ihn.
  • Die ganze Tour heute wurde mit Trackverfolgung von meinem GPS gespeichert. Habe auf der topografischen Karte von Deutschland einige nicht eingetragene Waldwege entdeckt.
  • Die Tränke heute morgen hatte eine 5 cm dicke Eisschicht, aber alles funktionierte noch normal, als ich sie herausnahm. Bin gespannt, wie es morgen aussieht.
  • Leider kam der Bauer mit dem Heu auch heute nicht und konnte telefonisch nicht erreicht werden - bin etwas verärgert, da er Heu für dieses Wochenende fest zugesagt hatte. Werde die Woche über versuchen, ihn zu erreichen.
  • Ares schlief draußen vor der Gartentür, wo er sich zwecks Stutenbeobachtung niedergelassen hatte. Aber er war trotzdem ruhig und unsere Tür-Bastelarbeit von gestern hatte standgehalten.
  • Bonnie sprang aus dem Stand heute ohne jegliche Anstrengung (oder besonderen Grund) über einen 1,40m hohen Zaun. Es sah sehr elegant aus - mein Mann zog die Augen hoch. Und ich wünschte, ich hätte den Zaun um die 4 ha auf 1,80 gezogen und nicht nur auf 1,60m hoch.
  • Beim morgendlichen Füttern nahm ich Indira mit in den Garten (sie lief frei neben mir her), wo sie sich dann stolz ein paar Meter vor Ares postierte und glucksend mit ihm flirtete. Der arme Kerl - er hatte nicht die geringste Chance und schaute mich frustriert an, während die junge Lamastute ihm schöne Augen machte. Sorry, Indira, aber Du bist noch zu jung und Ares ist auch nicht für Dich vorgesehen ......

Samstag, 26. Dezember 2009

Lamas ausgebrochen und temporär verschwunden

Jemand sagte mir mal, daß ein Leben auf dem Bauernhof ruhig und erholsam sei. Bis jetzt kann ich dem eher weniger zustimmen.
Unser Tag begann heute schon sehr zeitig: um 4 Uhr früh. Leider aber nicht aus freien Stücken: die Polizei klingelte nämlich bei uns und erzählte uns, daß auf der Straße Lamas gesichtet seien und unsere Tür offensteht. Das Herz rutschte mir in die Kniekehlen und ich zog mich in Windeseile an.
Tatsächlich: der starke Wind letzte Nacht hat unsere Hoftür aufgerissen. Und da ein Teil der Tiere im Hof frei herumlief, sind sie dann auch fröhlich auf Nachtwanderung gegangen. Wir telefonierten noch ein paar Mal mit der Polizei hin und her. Ein Glück, daß ich kürzlich eine schriftliche Meldung bei der örtlichen Polizei hinterlassen hatte: bei freilaufenden Lamas in der Umgebung bitte zuerst bei mir anrufen. Da ich telefonisch nicht erreichbar war - das Telefon lag zum Aufladen unten in der Bibliothek, kamen sie vorbei. Diese Vorsicht hat sich heute mehr als gut bewiesen. 2 Autofahrer hatten sich gemeldet: die Lamas seien am Ortsausgang von Schenkendorf in Richtung Königs Wusterhausen auf der Straße gesichtet worden.
Wir liefen hin und her, fuhren rufend die Straße hoch und 'runter, schwenkten Heu und zu guter Letzt halfterten wir Indira und Cassandra (es waren die ersten beiden noch relativ hellen Tiere, die wir erwischten) und gingen unter den Straßenlaternen mit ihnen fast bis nach KW. (Hiermit entschuldige ich mich bei den Nachbarn, falls sie mein frühmorgendliches Rufen nach den Tieren gehört haben.) Und wir fanden: NICHTS! (Lamaaugen reflektieren übrigens so gut wir gar nicht ....) Mitten in der windheulenden Dunkelheit 2 schwarze und 2 braune Lamas zu finden, ist auch eher zweifelhaft. Und bei dem Rest der Herde hinten waren sie auch nicht. Und so brachen wir schweren Herzens ab.
An Schlaf war natürlich nicht mehr zu denken. Wir ließen die Hofeinfahrt offen, hellbeleuchtet und mit einem Korb voller duftendem Heu als Lockmittel stehen. Und siehe da, um 8 Uhr, als ich gerade wieder losgehen wollte, sah ich von einem inneren Instinkt aus getrieben aus dem Fenster und 4 Lamas tummelten sich auf der Straße vor unserem Hof, beäugten die Bushaltestelle und wußten anscheinend nicht so genau, wo sie hin sollten. Also schnappte ich mir den Korb und lief hinaus. Anscheindend hatten sie aber schon gefrühstückt, denn sie sausten fröhlich und mit Schalk in den Augen wieder die Straße hinab, bogen dann aber, wie ich gehofft hatte, hinter dem Friedhof links auf das Feld ab. Wir trieben sie noch ein wenig in die Richtung und sie da: dort entdeckten sie dann den Rest der Herde. Das Einfangen war nun ein Kinderspiel. Wir machten einfach die Tür hinter ihnen zu (die vorher hinten offenstand). Und dann trieben wir sie wieder in den Hof zurück.
Der Rest der Herde war auch so aufgeregt, daß sie den Rest des temporären Weidezauns umrannten und hinaus wollten. Wir konnten dies gerade noch so verhindern und stellten erst nachdem wir den Zaun notdürftig wiederhergestellt hatten fest, daß Cecilia draußen auf dem Feld herumwanderte. Mit ihrer Farbe sah sie ein wenig wie ein überdimensioniertes Reh aus. Die Mutterherde war entsprechend aufgebracht: das Leittier spazierte draußen umher. Und nun zeigte unsere gestrige Arbeit Früchte: hätten wir den Wildschutzzaun nicht schon aufgehängt und das Holztor errichtet, wäre die komplette Herde ohne jegliche Schwierigkeiten ausgebrochen und wir hätten Stunden mit dem Einfangen verbringen dürfen. Vielleicht auch noch Hilfe holen müssen. Aber so konnten wir die Standfestigkeit des Zaunes erfolgreich testen. Cecilia spielte noch ein paar Mal mit uns "Fangen" und mein Kommentar letztlich war: sie wird sich nicht von der Herde entfernen - soll sie sich doch einmal auch draußen die Füße vertreten. Mein Mann schien nicht dieser Meinung zu sein und daher unternahm ich noch einen halbherzigen letzten Versuch. Mit einem Korb voller Heu vor der Tür, dem Treiben der Herde innerhalb des Zaunes in eine bestimmte Richtung und meinem Weg-abschneiden zur Straße wurde mein Plan erfolgreich von ihr auch in meinem Sinne quittiert: indem sie in den Garten lief. Ich trieb sie in eine leere Pferdebox und band ihr notdürftig einen Strick von einem Heuquader um den Hals, den sie anstandslos als Halfterersatz akzeptierte. Und damit ging es dann zurück zu ihrer Herde. Obwohl sie doch ein wenig enttäuscht und gleichzeitig aufgebracht über das Ende ihrer gerade erlangten Freiheit war. Zumindest schien es mir so.
Und der dunkle Teil? Sie waren immer noch im oberen Teil des Gartens und extrem aufgeregt. Ich sperrte sie auf den Innenhof, bis wir eine Lösung gefunden hatten. Nun waren sie natürlich extrem unglücklich: da waren noch eine Menge anderer Lamas und sie durften nicht zu ihnen! Sie hummten und legten die Ohren an. Ares versuchte mehrfach, die Stalltür einzurennen. Mehr als 200 kg konnte sie gerade noch so aushalten - wir hatten eine stabile Europalette davorgestellt.
Bei einer Tasse Kaffee wurde dann der Tagesplan neu entworfen und der Rest des Stunden bis zur Dunkelheit verging damit, den oberen Garten für die Lamas herzurichten: alles Spitze auf dem Boden zu entfernen, die giftige Hecke unserer Nachbarn (Eibe) und den Miniteich bei uns abzusperren und die Mitteltür im Garten gegen Ares' anstehende Durchbrechungsversuche abzusichern. Nachdem dies erledigt war, ließen wir Ares, Baila, Bonnie und Dakota in den oberen Teil des Gartens. Wir befestigten inzwischen den Rest des Zaunes und bauten bis hoch an die unteren Pferdeställe. Jetzt ist dort auch eine provisorische Tür.
Zwischenzeitlich sprang Bino (ein weißer, 2jähriger Wallach) über den Zaun (das sind 1,60m) und forderte Ares heraus. Nachdem das auch irgendwie überstanden war, schien der Hengst ruhiger zu werden. Die letzten Tagesstunden trampelte er nicht mehr unruhig vor der Gartentür herum und wollte sie durchbrechen, sondern graste. Unsere lebendigen Rasenmäher .... es sieht hinten schon viel besser aus. :-)
Wir sicherten alle Türen und vergewisserten uns am Abend noch einmal, ob alles ruhig war. Es schien so. Der Himmel ist wolkenfrei, der zunehmende Mond leuchtet hell und man kann viele Sterne sehen. Es ist warm und sowohl Eis als auch Schnee sind weggetaut. Achja: unsere Tränken funktionieren wieder, ich habe heute eine Schraube gelöst, den letzten Eisrest herausgekratzt und das Ventil mit heißem Wasser übergossen bis sich alles löste. Es ist relativ warm draußen im Vergleich zu den letzten Tagen: 2°C. Hoffen wir auf eine längere und ruhigere Nacht heute ............

p.s. Die Katzen scheinen die Scheu vor den Lamas zu verlieren und beobachten sie interessiert vom Hof aus.
p.p.s. Wir sind gestern mit Dakota und Baila ein Stückchen spazierengegangen. Der Kleine macht sich schon ganz gut, ich werde ihn mal mit Ares mitnehmen.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Wie setzt man eine Mütze auf ein Lama?

Habe noch eine Weihnachtsmütze bei uns gefunden und beschlossen, sie einem Lama aufzusetzen und ein paar Fotos zu schießen. Nun ist dies aber alles andere als einfach. Und damit meine ich nicht das Aufsetzen an sich - das ist kinderleicht. Nur wie? Hier habe ich als Mensch mich dusslig angestellt. Die sonst so wunderschönen Lamaohren sind im Weg. Ein paar Varianten habe ich aber festgehalten - bei der einen hatte ich kurzerhand die Ohren mit in die Mütze gepackt. Es gibt sicherlich bessere Varianten - mir schwebt da etwas mit Gummi vor ..... Ich glaube, das Beste wird sein, die Mütze zwischen beiden Ohren nach hinten zu ziehen.
Aber zur Belustigung einige Bildchen meiner Versuche, die hoffentlich in den nächsten Jahren bessere Ergebnisse bringen: Indira als diesjähriges Weihnachtslama. Und in diesem Sinne: allen Lesern ein
Frohes Fest und beschauliche Feiertage.


Samstag, 19. Dezember 2009

Fotos



Die Lamas haben die Tannen des Nachbarn als willkommenen Leckerbissen und Bereicherung ihres Speisezettels entdeckt. Die Äste, die in ihre Weide hineinragen, werden wohl daran glauben müssen. Das andere Foto zeigt Ares, wie er in das Fenster der Bibliothek sieht. Jetzt ist die Frage: beäugt er kritisch unseren Büchergeschmack oder wird seine eigene Reflexion leicht zurückgeworfen und er glaubt, noch ein Lama zu sehen? Aber mich hat er durchaus entdeckt und sich wohl gefragt, was ich da so treibe ........
Abgesehen davon ist es hier immer noch klirrend kalt - wir haben -11 °C gemessen und dann habe ich später nicht mehr auf das Thermometer gesehen. Es wurde aber kälter. Mußte dreimal Wasser für die Tiere schleppen.

Freitag, 18. Dezember 2009

Notfall und schwarze Schatten vor dem Fenster

Eigentlich wollte ich Ares, Bonnie, Baila und Dakota erst im Januar holen, weil ich nicht 2 sich bekriegende Hengste zusammen auf dem Hof haben wollte. Heute hatte ich jedoch - mitten in der Arbeit am Zaun um 16 Uhr - einen Anruf bekommen. Eine halbe Stunde später war ich auf dem Weg zu Ares. 5 Stunden später war ich wieder daheim. Davon haben wir ca. 1,5-2 Stunden damit verbracht, den Hänger eines Freundes bei klirrender Kälte von -11 °C zu enteisen. Mir sind mehrfach alles fast abgefroren und ich hatte beim Halftern der Lamas kein Gefühl mehr in den Händen. In der Eile hatte ich mich natürlich nicht entsprechend angezogen.
Jetzt haben wir 4 dunkle Lamaschatten in unserem Hof, weil wir sie von dem Rest der Herde vorläufig trennen müssen. Sie laufen im Innenhof und in der Scheune umher, sehen neugierig in unsere Küche und in die Bibliothek hinein und beschnüffeln alles interessiert. Übergroße Wachhunde - die Haustür brauchen wir auf jeden Fall nicht zuzuschließen. Und während ich das hier so schreibe, sieht ein bewollter schwarzer Lamakopf um die Ecke des Fensters ........
Dakota hatte heute ganz kurz für ca. 10 Minuten das 1. Mal das Halfter aufgesetzt bekommen - anders ging es nicht. Aber er war mäßig ruhig und ist brav hinter seiner Mutter über die Landstraße gelaufen. Bonnie und Ares habe ich sogar beim Einladen durch die kleine halbhohe Tür an der Vorderseite des Hängers durchgeschleust. Gar kein Problem - obwohl ich es bei ihrer Größe wie ein kleines Kletterkunststück aussah. Abgesehen vom Baby sind alle ganz brav ohne zu Murren oder auch nur ein Anzeichen von Sträuben eingestiegen. Ging ganz leicht. Dakota ist uns jedoch mehrfach ausgebüchst. Der Trick, seine Mutter wieder hinauszuführen und dann mit ihm hintenan wieder hineinzumarschieren hat letztlich funktioniert. Ares mußte ich sogar gar nicht anhalftern. Als die beiden erwachsenen Stuten im Hänger waren, ging er ganz von selbst hinein und ich mußte nur versuchen, ihm über den Rücken eines anderen Lamas hinweg das Halfter aufzusetzen.
Jetzt ist mein Mann noch weg, um den Hänger zurückzubringen und im Ofen erwärmt sich gerade ein Knoblauchbaguette und macht uns damit völlig unsozial dem abendlichen Berliner Leben gegenüber. Wie ganz anders sind doch Freitagabende in der Stadt - meine Freunde sind sicherlich gerade in Clubs gegangen .............

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Es schneit schöne dicke Flocken

Die letzten beiden Tage war ich unterwegs in Sachsen. Hatte auf dem Rückweg einen Hängerschaden. Zum einen ist das Radlager am rechten Hinterrad (es ist ein 2Achser) defekt und zum anderen steckt die Bremse steckte. Und das, obwohl ich die Handbremse wegen der Kälte über Nacht nicht angezogen hatte. Es ist ein Verschleißschaden. Um doch noch nach Berlin zu kommen, ist kurzerhand das Rad von der Bremse genommen wurden. Mußte sehr, sehr vorsichtig fahren. Es ging aber ziemlich gut.
Nachdem Baldur kastriert wurde (um die Hoden haben sich die Hühner gestritten), ging es einen Tag später mit ihm und Cecilia, der Herdenchefin, nach Schenkendorf. Die beiden Tiere waren auf dem Rückweg ruhig und mampften friedlich sitzend das Heu vor sich hin. Beide sind jetzt in der Herde und Cecilia ist Indira gegenüber friedlich eingestellt - genau, wie ich es erhofft hatte. Als die beiden sich das 1. Mal vor 2 Wochen sahen, hat die Großmutter ihre Enkelin vehement bespuckt und aus der Herde verdrängt. Jetzt ist aber Frieden in die Stutenherde eingekehrt. Ich versuche, demnächst eine webcam zu installieren, da ich die Herden- und Weidenaufteilung ändern werde. Die Stuten bleiben über Winter in der Gartenweide und ich baue dort eine beheizbare Tränke an. Ares kommt dafür hinter und Inti bleibt vorn im Garten und kann dort spazierengehen. Allerdings ist Ares in der letzten Zeit häufiger ausgebrochen. Wenn er hierherkommt, hoffe ich, daß er den Zaun akzeptiert, sonst habe ich ein Problem.
Und mit Freude habe ich festgestellt, daß die Lamas den Misthaufen, den ich angelegt habe, als 2. Kotplatz benutzen. Da brauche ich dann nur alles fix zusammenzukehren und fertig bin ich. Sehr praktisch und arbeitsminimierend!
Jetzt schneit es hier fleißig in Brandenburg. Flocken, die auch tatsächlich auf dem gefrierenden Boden liegenbleiben. Es sieht wirklich schön aus. Zwei Zentimeter sind es bestimmt schon. Der Hund scheint sich auch zu freuen - er spielt im Schnee.

Montag, 14. Dezember 2009

Schippen

Und damit man zur Abwechslung sieht, daß Lamahaltung nicht nur freudiges Entzücken ist, sondern auch durchaus Arbeit macht (schön oder weniger schön - je nach Auffassung und Wetter): heute war mal wieder Ausmisten dran. Der Boden ist schön angefroren, da geht das Lamakotschippen viel einfacher. Und so landeten Schubkarren voller Verdauungsprodukte von Lamawunschziel A auf Menschenwunschziel B 120 m weiter hinten.

Das letzte Wochenende hat einen kurzen Besuch beim Rangsdorfer Weihnachtsmarkt mit sich gebracht. Micha, ein Schnitzer, der Weihnachtsmänner aus Birken herstellt, hat auch fabelhaften Glühwein. Wie mir glaubhaft von Einheimischen mitgeteilt wurde, ist dieser wohl auch der Beste auf dem Markt. Ich glaube ihnen, da ich den Wein jedenfalls nur empfehlen kann (vor allem mit Amaretto) - und seine Weihnachtsmänner auch. Ein kleineres Exemplar schmückt jetzt unser Fensterbrett und schmunzelt bei uns in den Raum hinein. Ansonsten hat der Markt sehr viel einheimische Produkte und Kunsthandwerksstände, sogar die Straußenfarm (Jambo) war da. Das Straußensteak schmeckt immer noch genauso gut wie im Sommer, als wir dort einen Besuch abstatteten. Und ich habe jemanden getroffen, der Pilze anbaut. Ein anderer Stand hatte genähte Kaninchenfelle, über einem Feuer prasselte Kesselgulasch und Eintopf, es gab Mini-Donuts und eine Imkerei stellte ihre Produkte aus - u.a. auch sehr guten Honigwein. Alles in allem ein vergnüglicher Abend.

Sonntag, 13. Dezember 2009

2. Lamatransport im Dezember

600 km mit Pferdehänger auf der Autobahn und 2 Audiobücher später konnte ich am Freitag in der Dunkelheit 19 Uhr 3 weitere Lamas auf die Weide in Schenkendorf stellen: Billi, Cassandra und Artemis gesellten sich zu den bereits vorhandenen Tieren. Ein großes Hallo mit erstem schwungvollen Ausmessen des neuen Raumes. Die Herde rannte vor und zurück. Ich bin froh, daß sie eine relativ weite Auslaufstrecke auch auf der Gartenweide haben.
Gestern früh waren sie alle friedlich zusammen auf der nebligen Fläche und ich mußte beim Füttern erst einmal die Tränke enteisen. Ich werde die beheizbare Tränke anbauen müssen. Aber ein Eimer half erst einmal über den Zeitraum hinweg.
Und dann fing es tatsächlich an zu schneien - in Brandenburg! Ich war gerade unterwegs, um einen neuen Vorschlaghammer zu besorgen und konnte mir ein beglückendes Grinsen im Auto nicht verkneifen. Leider hielt das Schneeglück von oben nur etwa eine halbe Stunde lang an. Aber ich habe es geschafft, ein Beweisfoto aufzunehmen. :-) Vielleicht schneit es nochmals. Letztes Jahr in Berlin konnte man sogar in einem Park Ski fahren.
Und dann haben wir eine kleine Runde mit Indira und Mara gedreht. Eine kleine Runde deswegen, weil es schon spät am Nachmittag war und auch ein recht ungemütlicher Schneeregen einsetzte. Mara bekam den Packsattel aufgeschnallt. Die grüne Fliesdecke steht ihr. Mal sehen, ob ich ein farblich passendes Halfter bekomme.
Und heute früh war auch eine dünne Schneeschicht auf dem Boden. Es scheint tatsächlich Winter zu werden. Laut Wetterbericht sollen nächste Woche bis -10°C werden - wir werden sehen.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Pilze


Von einer Birke sind ein paar Stumpen übrig und ich werde Pilzanbau ausprobieren. Obwohl Eiche wesentlich besser für Shii-take ist, werde ich damit anfangen. Es ist ein guter Anfängerpilz und die Jahreszeit ist für andere Pilze ein wenig ungeeignet. Das Buch von Jolanda Englbrecht "Pilzanbau im Haus und Garten" ist wirklich großartig: sehr informativ, anschaulich und einfach beschrieben. Wurde mir auch wärmstens von Frau Krämer empfohlen. Sie verkauft u.a. die Impfdübel und hat sehr gute Anleitungen auf ihrer Seite.

Eigentlich wollte ich heute einen kleinen Unterstand aus einem der Schuppen machen, die unsere Nebengelasse bilden. Ich könnte dort temporär einen Hengst weg von der Mutterherde plazieren, bis der Unterstand auf der 4ha-Weide fertig ist. Aber gerade, als ich hinausgehen wollte, fing der Regen an. Kalte, ungemütliche, große Tropfen, die wirklich durchnässen. Ich habe mir den Bau genau angesehen und bin dann wieder ins Haus. Die kurze Zeit reichte aus, um meine Jacke komplett einzuweichen. Sie hängt jetzt zum Trocknen im Flur und ich sitze arbeitend und schreibend am Rechner.
Den Katzen gefällt der Regen auch nicht. Sie sind panisch wieder ins Haus gerannt, nachdem ich sie in den Schuppen getragen habe. Konnte gar nicht so schnell hinterher und die Tür aufreißen. Achja, wir haben uns für einen Namen entschieden - zumindest für die männliche Katze: Heedless Scater. Das Erstere wird beim Rufen weggelassen und alles schottisch ausgesprochen. Warum dieser Name ..... tja, lange Geschichte - vielleicht ein anderes Mal.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Alarmrufe und Unterstandsorganisation

Als ich heute vorübergehend eine Gewebeplane an einer Seite des Unterstandes aufgespannt habe, hörte ich den Alarmruf von Bino. Und die nächsten 15 Minuten immer wieder. Ich selbst konnte nichts entdecken, aber er rannte aufgeregt hin und her. Pferde? Ein Wildschwein? Hund? Ein Reh? Bevor die Lamas kamen, rannte ständig ein Reh über die Weide. Ich hatte es mal über den Zaun springen sehen und mir wurde mitgeteilt, daß es sogar in unserem Innenhof umherlief. Ich sah heute nichts und arbeitete daher ruhig weiter. Bino schien sich später etwas beruhigt zu haben und kam sogar heran, um mich - aus sicherer Entfernung natürlich - genau zu beäugen und zu beschnüffeln. Er fragte sich wohl, was ich da so mache (zu dem Zeitpunkt schaufelte ich Lamadung auf die Schubkarre).

Die Gewebeplane bedeckt jetzt eine Seite des Unterstandes und bildet damit auch zum Osten hin Wind- und Wetterschutz. Obwohl es eigentlich nicht wirklich nötig war, da es dort beständig trockenblieb, wie ich in den letzten Regentagen erfreut festgestellt habe. Aber ich will sichergehen, da ich dort auch Heu lagern möchte. Es handelt sich um etwa 12 Quadratmeter. Die Lamas haben immer noch etwa 25 qm Platz unter den restlichen zwei Dritteln. Wobei ich eigentlich noch eine Abteilung abspannen möchte. Die Gewebeplanen bilden eine temporäre Maßnahme, bevor wir es zeitlich schaffen, dort eine Holzwand hochzuziehen.

Und wie ich schon sagte, erst heute zeigte sich die Sonne und ein strahlend blauer Himmel. Ich war die letzte Zeit nicht wandern, weil das Wetter einfach nur ungemütlich war und die Lamas auch naß. Außerdem wollte ich ihnen noch mehr Eingewöhnungszeit gönnen.

Sonntag, 29. November 2009

Presse und Tatsachen

In der Ostthüringer Zeitung konnte im Internet [Quelle] am 29.09.2009 folgenden Satz lesen: "Alpakas sind als Haustiere gehaltene Lamas." Erstaunte Überraschung und dann ein breites Schmunzeln auf meiner Seite. Ich bin mir ganz sicher, daß Peter Gemeinhardt, dem die Tiere gehören, das der Presse nicht so mitgeteilt hat. Entweder wurde da falsch recherchiert oder etwas falsch verstanden.
Zur knappen Richtigstellung: Alpakas und Lamas sind beides "Haustiere" in Südamerika - und inzwischen auch in Europa. Haustiere im Sinne von: man habe einen wirklich sehr großen Garten und viel, viel Platz ....... Beide Arten gehören zu den Neuweltkameliden, siehe hier für eine grafische Darstellung der Klassifizierung von Lamas und Alpakas. Die Wildformen sind Vikuña und Guanako.

Freitag, 27. November 2009

Die ersten Lamas sind da

Ich bin wieder daheim und trotz Freitag nahe Berlin nicht für großartige Unterhaltung im Sinne von Ausgehen zu gebrauchen. Mehrere Tage Fahrt und 1200 km auf deutschen Autobahnen mit einem Pferdehänger hinten an der Anhängerkupplung machen ganz schön müde - trotz interessanter Hörbücher. Ich habe 3 davon geschafft.
Irgendwie scheint sich die Zahl 3 durch meine Reise zu ziehen: abgesehen davon habe ich 3 Nächte bei Freunden verbracht, Indira von der Rhön aus geholt und in Sachsen alle Tiere nach dem Durchimpfen selektiert und noch 2 mit in den Hänger gepackt.
Ich glaube, die Tiere sind ein wenig beleidigt über mich. Naja, Menschen mögen Spritzen ja zumeist auch nicht. Dafür haben sie jetzt erst einmal bis zum Frühjahr wieder Ruhe vor dem Tierarzt.

In Schenkendorf wurden die Lamas auf die Weide gelassen, mit Wasser und Heu versorgt und gebührend bewundert. Schöne Tiere - ich war vorhin noch einmal draußen: vor allem Bino, der weiße Wallach strahlt elfengleich unter dem hellen Mondschein von heute nacht.
Anwesend sind noch Mara, eine gescheckte Jungstute und Indira, eine schöne rötliche Stute mit dichter Wolle. Alle drei Tiere sind Classic-Lamas. Im Bild sieht man Bino neugierig in die Kamera schauend. Sie sind hier im Hänger.

Montag, 23. November 2009

1. temporäre Weide fertig

Am Wochenende wurden mehrere Hundert Meter Breitband-Litze abgerollt und "verbaut", knapp 50 Weidestäbe haben auch herhalten müssen und ansonsten wurden die vorhandenen Holzpfosten benutzt.
Der Wildschutzzaun ist bestellt (2100 m=2,1km!).

Eine der Pferdetränken wurde am Wochenende ebenfalls abgeschraubt und ursprünglich sollte die Schwimmertränke nun angebaut werden, aber: das Eckverbindungsstück - also der Winkel in der Wasserleitung fehlte! Und weder Raiffeisen, noch 2 Baumärkte oder ein Gartenmarkt hatte die Teile. Leider ist das notwendig, um den Schlauch daran zu befestigen.
Ansonsten ist eine Weide temporär für die Tiere vorbereitet. Morgen fahre ich los und hole ein paar Tiere her.
Und damit der Blog ein wenig Farbe bekommt, habe ich vom gestrigen Sonnenuntergang ein Foto geschossen. Das ist die Straße vor unserem Haus in Richtung Dorfmitte. Ganz schwach kann man noch den "Turm" am Eingang des Schlosses in der rechten Mitte erkennen.

Sonntag, 15. November 2009

Sicherungen und Kerzenwachs im Katzenfell

Wir haben endlich die Zuordnung der verschiedenen Sicherungen zur Beleuchtung und den Steckdosen herausgefunden. Nur bei zweien wissen wir partout nicht weiter. Unser Hof ist interessant verkabelt: wir haben insgesamt 3 Sicherungskästen - merkwürdigerweise hängt die Waschmaschine im Bad an dem Kasten für den gemauerten Pferdestall und die Scheune. Eine interessante Lösung für ein für uns nicht erkennbares Problem.
Und wir haben das Gartenwasser angestellt. Einige Hähne im Garten funktionieren nicht. Aber die Tränken im Stall und in den Pferdeboxen und die auf der Gartenweide sind in Ordnung. Jetzt muß ich die Tränke unten im "Garten" umbauen. Derzeitig befindet sich eine Pferdetränke dort. Für Lamas ist die Drückerfunktionsweise jedoch komplett ungeeignet. Stattdessen benutzt man Schwimmertränken, wie die von Suevia (für Schafe). Es gibt sie in beheizter Form (ca. 230€) und unbeheizt (für ca. 53€).
Ansonsten haben wir ganz gute Möglichkeiten, zumindest dort für die "dunkle Herde" eine webcam einzubauen. Sollte dies Vorhaben erfolgreich sein, werde ich die Bilder hier hochladen und man wird zumindest diesen Herdenteil über Internet betrachten können. Aber dafür ist mein Mann zuständig - irgendwann einmal, wenn wir Zeit haben. Dunkle Herde übrigens deshalb, weil Ares dunkel ist und ich dieses Jahr nur dunkle Stuten bei ihm habe.

Und jetzt ein paar Infos auf Nachfrage:
Von den Katzen gibt es etwas Neues: und zwar von der kleinen weiblichen Mieze. Dazu sollte man wissen, daß wir abends gern in der Bibliothek sitzen (ja, da sind auch Computer) und Kerzen anzünden. Zu dieser Jahreszeit gibt es dann Wein, Glühwein, Kakao mit tschechischem Rum oder auch Horlicks (ein Mitbringsel aus Schottland). Und da es hier am wärmsten ist, kommen die Katzen auch und gesellen sich zu uns. Gestern fand die Kleine eine der flackernden Kerzen besonders spannend. Aufmerksam beobachtete sie sie und streckte die Tatze immer wieder aus. Ich besah mir das auch einem Meter Entfernung und dachte mir: 'Sie wird schon merken, daß es heiß ist.' Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, daß sie beherzt mit Schwung nach der Kerze stieß, die daraufhin promt umflog und die Katze (und die Seite eines Bücherregales) mit Wachs bespritzte. Das arme Tier! Nach seiner Flucht spürte ich sie auf, um sie auf Verbrennungsschäden zu untersuchen. Das war kein Problem, das Wachs in ihrem Fell allerdings schon. Leider fiel mir kein anderes Mittel ein, als ihr mit der Schere zu Leibe zu rücken und vorsichtig Wachsspritzer aus ihrem Fell zu schneiden. Vorbildlich und geduldig hielt sie relativ lange ruhig. Alles habe ich nicht erwischt. Rein chemisch kann man das zwar sicherlich mit Petroleum auflösen, aber das kann ich ja keiner Katze zumuten. Hat jemand noch eine andere - möglichst bessere - Idee?

Freitag, 13. November 2009

Berlin als tolerante Kreativwerkstatt

Mal eine komplett irrelevante Meldung in Bezug auf Lamas, dafür aber ein Lob auf das Land.
LonelyPlanet (ja, DER LonelyPlanet) hat die 10 "top"-Reiseziele für 2010 publiziert:
(Hier ist der link.) Und Deutschland ist dabei:

Some countries are simply allowed to be, but Germany has had to reinvent itself more times than Madonna. And it has done so again since 1990, when reunification brought an end to nearly three decades of division. In year 20 after its latest rebirth, Germany is still a country where you can witness history in the making. Head to Hamburg, where an entire new quarter is being wrested from the detritus of a 19th-century harbour. Or to Dresden, where the domed Frauenkirche church is once again the diamond in the shining tiara that is the city’s famous skyline. And, of course, to Berlin, whose climate of openness spawns more creative experimentation than a Petri dish on Viagra.

Mein Kommentar, den ich meinen ausländischen Besuchern auf Nachfrage mitteile: es gibt viele Städte, die das Attribut schön verdienen, auch viele, die historisch sind, aber nur sehr, sehr wenige, die sich tatsächlich auch interessant nennen dürfen. Und die Hauptstadt verdient den Begriff voll und ganz. Selbst nach 13 Jahren bin ich ihrer immer noch nicht überdrüssig. Wohl einer der Gründe, warum ich in Berlin "steckengeblieben" bin.

Sonntag, 8. November 2009

Katzenerfahrungen und Bücherregale in einer Bibliothek

Und da sage man noch, daß Katzen den ganzen Tag schlafen würden. ....
Vielleicht ein kurzes Nickerchen zwischendurch, aber ansonsten ist hier immer volle Aufmerksamkeit, Spiel und Spaß, Herumgehüpfe und Alles-in-Augenschein-nehmen angesagt.

Der männliche Kater hat noch keinen Namen - den muß mein Mann sich aussuchen. Er hat Dumbo als halb-ernstgemeinten Scherz in die Waagschale geworfen. Man denke jetzt bitte nicht an den Elefanten-Dumbo aus Kindergeschichte, sondern benutze die englischen Vokale bei der Aussprache. Und wahrscheinlich auch eine andere Schreibweise: Dumb-o (dumb=dumm) ... warum? Sehr einfach: der Kater hat es geschafft, gleich in der 1. Nacht in eine kleine Ecke hinter den Bücherregalen in der Bibliothek zu fallen - 2 m tief. Keinen Schaden genommen und auch keinen Mucks von sich gegeben. Es hat Stunden gedauert, ehe ich ihn mittags fand (mittels Leiter und Taschenlampe auf einen Impuls hin). Und dann noch einmal eine Weile, ehe ich ihn heraushatte: mußte erst die Bücherregale leerräumen und dann auseinanderschrauben.
Und als ob er nicht gelernt hätte, mußten wir die gleiche Prozedur an einer anderen Ecke 2 Nächte später wiederholen. Fazit: "Du hast einen selten dummen Kater." Meine Antwort: "Schatz, das ist auch DEIN Kater!"
Jetzt bin ich mir nicht so ganz sicher, wie sich das Tier draußen verhalten wird - ich befürchte, er ist nicht so ganz dafür geeignet. Mal sehen.
Seine Schwester ist dafür ein schmusiges Energiebündel. Ich werde sie in den nächsten Tagen hinauslassen.

Samstag, 7. November 2009

Wiesen sind abgemäht

Die Wiesen sind endlich abgemäht. Und jetzt schrauben wir die Halter von den Zaunpfosten ab und wickeln Bänder, Drähte, etc. auf Rollen. Außerdem haben wir endlich einen anständigen Besen besorgen können und ich werde versuchen, grob den Pferdemist ein wenig zu beseitigen, der noch von der Vorbesitzerin übriggeblieben ist - die Ställe wurden leider nicht gereinigt übergeben. Worüber ich mich immer noch ärgere ........

Ansonsten sind die Kefirknollen ein voller Erfolg. Funktioniert tadellos. Allerdings finde ich den Geschmack von H-Milch grauenvoll. Natürlich kenne ich das Risiko, wenn man Frischmilch benutzt, aber das ist es mir wert. Man merkt den Unterschied bei Frischmilchbenutzung.
Habe mir im Asialaden Mango-Pulp (also Mangopüree) besorgt. Normalerweise benutze ich das immer für Mango-Lassi (die indischen Restaurants hier übrigens auch), aber es schmeckt mit dem Kefir fabelhaft - und fast genauso. Werde es auch mal mit Beerenobst versuchen.

Donnerstag, 5. November 2009

2 Katzen

Heute habe ich von jemandem 2 Katzen abgeholt - 2 Geschwister aus dem gleichen Wurf. Das männliche Tier ist kastriert und doppelt so groß wie das weibliche. Die kleine wendige Schwester ist jedoch die Mutigere von beiden. Und während er sich unter der Heizung verkroch, inspizierte sie das Haus. Ihre abenteuerliche Entdeckungsreise trug sie von Zimmer zu Zimmer.
Inzwischen kann ich kaum noch normal geradeaus laufen, weil sie immer vor meinen Füßen umherwandelt und ich nur die Wahl zwischen Schlurfen und Über-sie-stolpern habe.

Montag, 2. November 2009

Kefir und Herbst

Habe meiner Liebe zu Kefir nachgegeben und mir ein Anfangsset bei Gunka in Sachsen bestellt. Jetzt gären in einem Einweckglas Kefirknollen in Milch vor sich hin. Bin gespannt auf das Ergebnis. Wird ein wenig länger dauern, weil es hier gerade nicht besonders warm ist - unser neues Küchenthermometer zeigt 13°C innen an.

Und am Samstag morgen wurde das Land für den Zaunbau vermessen.

Außerdem hat der Herbst hier im Märkischen Land Einzug gehalten. Die berühmten Baumalleen strahlen im Sonnenschein gelblich. So langsam fallen die Blätter ab und die Bäume wirken wie knorrige schwarze Riesen, die sich nach oben hin immer weiter verzweigen. Das Bild zeigt einen kleinen - leider nicht wirklich sehr schönen - Teil einer Strecke, die ich gefahren bin. Habe mein Handy einfach mal durch die Windschutzscheibe aufnehmen lassen. Allerdings ist schon viel der gelben Blätterpracht auf dem Boden verstreut. Und auf dem Hof hat sich nicht nur der erste Frost gezeigt, sondern auch der Wein färbt sich in der entlegendsten Ecke strahlend rot.

Freitag, 30. Oktober 2009

Ein Lebenszeichen

Abgesehen vom kurzen Eintrag der Alpakashow habe ich schon lange nicht mehr geschrieben. Das läßt sich aber ganz leicht erklären: wir waren unterwegs in Schottland - fast einen ganzen Monat lang. Dort habe ich mir auch den Fuß gebrochen (der erste Knochenbruch meines Lebens!) und daher hat sich alles ein wenig verzögert. Und während des Umzugs ist uns das Internet abhanden gekommen. Unser Provider hat es nicht geschafft, innerhalb von 4 Wochen neue Leitungen zu beantragen. Und so wurden aus 4 dann 8 Wochen - und noch eine, weil eine technische Störung an einem Schaltkasten vorlag.

Aber unabhängig davon jetzt ist es soweit: der Papierkram ist - wenn auch nicht fertig - so doch "ins Rollen gebracht". Die Landwirtschaft ist angemeldet, das Gewerbe ebenfalls - allerdings zeitlich verzögert.
Eigentlich sollte eine Antwort vom Bauamt aufgrund einer Anfrage schon vor Wochen eintreffen. Ich werde also telefonieren müssen.

Montag, 12. Oktober 2009

Nachtrag: 3. Alpakashow Ost

Dies ist ein kleiner Nachtrag: ich war am Wochenende auf der 3. Alpakashow Ost in Burgstädt bei Chemnitz. Die beiden sehr netten Veranstalter Jörg und Annett (Alpakas vom Czorneboh, beide auf dem Foto den Richter flankierend) hatten ein paar Leute - unter anderem auch mich - gebeten, für den australisch-englischen Showrichter Tim Hey zu übersetzen (im Bild in der Mitte zwischen Jörg und Annett). Also bin ich mit meinem Gipsbein im Ring umhergehumpelt.
Schade für das Wetter (weniger Besucher), aber die Show war trotzdem wieder einmal klasse, die Stände, Vorträge, Vorstellungen, usw. wieder auf hohem Niveau und mit viel Abwechslung. Es gab einen Spinnkurs, einen Steinmeisler (Alpaka aus Sandstein), interessante Vorträge über Endoparasiten, Giftpflanzen, .....
Dankeschön Euch beiden, es war toll und ich freue mich schon aufs nächste Jahr!
Der Gewinner dieses Jahr (Best of Show) war ein siebenjähriger Hengst (ANA Cachique von den Anden-Alpakas). Zur Verleihung kam der Bürgermeister von Burstädt und der sächsische Minister für Umwelt und Landwirtschaft. (Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, ich hatte letzteren mal bei einer Umwelt-Konferenz in Berlin - ich bin Umweltingenieur - vor einiger Zeit getroffen. Letzten September? *grübel*)
Die offiziellen Bilder der Show können hier besichtigt werden, ich selbst werde auch noch welche ins Netz stellen.

Interessante Vorträge:
  • Spinnkurs geleitet von Frau Kuttig
  • Herr Dr. Linde von der Uni Leipzig: „Neue Erkenntnisse zur Scheinschwangerschaft bei Alpakastuten“ und „Lebensschwächesyndrom bei Alpaka-Crias“
  • Frau Dr. Ullrich vom sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft: „Giftpflanzen - aber Dosis sola venenum facit“
  • Herr Dr. Bauer von der Uni Gießen: „Parasiten bei Neuweltkameliden in Mitteleuropa“

Sonntag, 20. September 2009

Hochzeit

Da wir uns (hoffentlich) einmal bei einer Lamawanderung kennenlernen, möchten wir ein privates Erlebnis mit Ihnen teilen und lassen Sie einen kurzen Blick auf einen ganz besonderen Tag bei uns werfen: die offizielle Zusammenlegung unserer Nachnamen zu Selig-Smith.

Nach einer längeren als üblichen Verlobungszeit haben wir endlich geheiratet: in Schottland, in einem kleinen Schloß in Glasgow. Und nein, das ist keine "so-als-ob" schottische Hochzeit, sondern eine echte. Mein Ehemann ist gebürtiger Schotte, dort geboren und aufgewachsen. Wir haben für die Hochzeit verschiedene Traditionen und Kulturen zusammengeworfen und eine fabelhafte Zeremonie und Party zusammengestellt. Zumindest wurde es von uns so aufgefaßt und von unseren Gästen auch so bestätigt.

Ein paar Bemerkungen zu Anfragen der schottischen Kultur:
  • Was die Schotten unter ihrem Kilt tragen - fragen Sie meinen Mann selbst. ;)
  • Ja, die Messer in den Socken sind scharf, spitz und durchaus in der Lage, ernsthafte Verletzungen hervorzurufen.
  • Ob alle Schotten trinkfest sind? :D Das müssen Sie schon selbst herausfinden .......
  • Schottische Sparsamkeit? Nach vielen Jahren suche ich sie immer noch - ich weiß nicht, woher dieses Vorurteil kommt. Bisher kenne ich nur Schotten, die großzügig ihr Geld mit vollen Händen nach links und rechts verteilen.
Der Tag war traumhaft und wir danken allen Teilnehmern und Gästen für ihren Beitrag, für ihre Anwesenheit und für die gute Laune!

Donnerstag, 3. September 2009

Bauanträge

Ein Landwirt wollte mit mir Flächen tauschen. Bzw. die Nutzung der Flächen. Ich habe meine Visitenkarte gegeben und gesagt, er soll sich bei mir melden. Jetzt habe ich lange genug gewartet - er hatte zwei Monate lang Zeit. Da nichts kam, muß ich davon ausgehen, daß der Wunsch obsolet und das Interesse erloschen ist. Außerdem kann ich nicht mehr warten - sonst wird weder Zaun noch Stall fertig, wenn ich die Tiere holen will. Also werde ich die Bauanträge für Offenstall und den Zaun jetzt stellen. Die brauchen ja auch noch ein paar Wochen. Dann muß ich zwar immer ein paar Minuten zu dem Hauptteil meiner Herde laufen, aber sie sind weiter von der Straße entfernt. Und der Stall steht dann auch auf meinem eigenen Land - das ist juristisch eindeutiger. Schade nur, daß da keine Elektrizität ist. Ich brauche Licht (im Winter) und wollte auch eine Webcam anschließen. Muß ich mir eben etwas ausdenken. Mal sehen, wie weit man mit Solarzellen und Weidegerät kommt. Und es kommen dann oben eben Lichtpaneele hinein.

Montag, 3. August 2009

Übergabe des zukünftigen Lamahofes

Heute war es soweit: wir haben die Haus- und Hofschlüssel zu unserem neuen Heim erhalten.
Erst einmal liefen wir überall mit dem Maßstab herum und haben alle Wände vermessen. Mit den Werten können wir berechnen, wieviel Tapete und Farbe wir benötigen. Im Keller stehen jetzt auch die meisten unserer Weinflaschen und noch diverse andere Sachen, die wir schon einmal mit hergebracht haben.
Und wir haben von meinem deutschen Onkel einen Elektrogrill bekommen. Er hatte ihn als einen Hauptpreis bei einem Schachtournier gewonnen. Wir sehen das als vorzeitiges Hochzeitsgeschenk an. Wird sicher sehr bald sehr nützlich sein. :)

Außerdem muß ich schnellstens (nächste Woche?) noch "Heu machen" organisieren - 4.5 ha wollen gemäht, getrocknet und gepreßt werden. Und dann müssen sie noch in die Scheune transportiert werden. Ab Herbst wird es dann an die Lamas verfüttert.

Und mit der Tourismusorganisation in der Gegend hier hatte ich heute auch einen Termin für den neuen Katalog, der 2 Jahre lang gelten wird. Sehr nette Leute.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Sämtliche unmittelbar anstehenden Rechnungen angewiesen: Landkauf, Hauskauf, Maklergebühren, ...
Einem Einzug nächste Woche dürfte von unserer Seite nichts entgegenstehen. :)

Dienstag, 21. Juli 2009

Genehmigungen und Papierkram

So ein Umzug bringt ja eine Menge an auszufüllenden Formulare mit sich. Vor allem, da wir aus Berlin hinaus nach Brandenburg ziehen.
Sämtliche Banken, Zeitschriften, Arbeitsstellen, Telefongesellschaften, Stromanbieter, .... informieren.
Neues Telefon anmelden und Internet organisieren. Versicherung für Haus und Hof überprüfen bzw. wechseln.

Landwirtschaftsamt: Mitteilung und Anmeldung als landwirtschaftlicher Betrieb - die brauchen die Nachweise, daß die Flächen wirklich uns gehören und wir mind. 4 ha unser eigen nennen. Das ist das Minimum hier in Brandenburg für einen landwirtschaftlichen Betrieb. Alles andere zählt als Hobbyhaltung.
Veterinäramt: Mitteilung der Tiere (Anzahl, Art, Nutzung, etc.) Interessant fand ich auch, daß wirklich ALLE Tiere (außer Katzen) angemeldet werden müssen. Außerdem muß ich dort meine Transportgenehmigung ausstellen lassen. Der juristische Begriff lautet natürlich: Befähigungsnachweis nach Art. 17 Abs. 2 der VO (EG) Nr. 1/2005. Dazu benötigen sie die Kopien meines Sachkundenachweises (gemäß TierSchG §11 Absatz 1 Nr. 3a) und der zusätzlichen erfolgreichen Prüfung (gem. Anhang IV Nr. 1 der EG-Verordnung Nr. 1/2005). Beides ist glücklicherweise bei mir vorhanden und kann eingereicht werden.
Einwohnermeldeamt: Umzug - und gleich die bevorstehende Namensänderung als Information erwähnen, da dabei britische Gesetze für uns greifen werden.
Kfz-Zulassungsbehörde: An- und Ummeldung des Autos und des Motorrades
Untere Baubehörde: Bauantrag einreichen
Haussachen: Telefon und Internet bestellen, Mülltonnen organisieren (schon erledigt), Versicherungen, .......

Offensichtlich wird sich dann wohl auch die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft bei mir melden. Bin mir nicht so ganz sicher, ob ich das möchte, aber werde es nicht vermeiden können. Die Versicherung ist Pflicht für einen offiziellen landwirtschaftlichen Betrieb.
Und während der Rest der Bevölkerung sich die Krankenkasse aussuchen kann, sind Landwirte verpflichtet, in die Landwirtschaftliche Krankenkasse einzutregen. Hmmmm ... ich war eigentlich bis jetzt ganz zufrieden mit meiner und hatte nicht vor zu wechseln. Aber auch da werde ich wohl keine Wahl haben.
Die Rentenbeiträge der landwirtschaftlichen Alterskasse sind auch alles andere als attraktiv. Ich würde Rente nur ausgezahlt bekommen, wenn ich den Hof abgebe. Und es ist auch keine Rente zur Sicherstellung aller Bedürfnisse, sondern nur eine Zusatzabsicherung. Wo soll der Nutzen für mich sein??? Leider ist das gesetzliche Vorschrift. Man kann sie allerdings umgehen, wenn man einen 2. Job mit einem Mindesteinkommen von z.Zt. 4800€ hat - dann kann man wieder in die normale gesetzliche Rentenkasse. Was ich auch vorhabe ....

Dann muß der gewerbliche Teil des Betriebes beim Gewerbeamt in Mittenwalde gemeldet werden. Der Eintrag in das Handelsregister (auf Wunsch) wird durch einen Notar durchgeführt - und zwar in Potsdam. Der Eintrag in das Register sichert mir den Namen, aber verlangt auch eine kaufmännische Buchführung (Bilanzabrechnung bspw.). Ab einem Einkommen von 5.200-25.000 € muß der IHK ein Beitrag abgeführt werden (40€ ?). Und wenn man einen Namen sichern will, kommt nur ein Markeneintrag im Patentamt (München) in Frage. Kostenpunkt für Letzteres: 300€ für 10 Jahre und ca. 7-8 Monate Wartezeit, damit der Papierkram erledigt ist. Auch dies ist in die Wege geleitet ....

Zusätzlich steht noch der Eintrag in den Urlaubskatalog 2010/2011 der Region und der Eintritt in den Tourismusverband hier an .... Ersteres hat einen Redaktionschluß in wenigen Tagen! Aber die Leute dort scheinen sehr nett und zuvorkommend zu sein. Sie haben mir ein klein wenig mehr Zeit gegeben ..... Ich treffe mich nächste Woche mit ihnen.

Samstag, 11. Juli 2009

Grundstückverkehrsgesetz

Wir haben heute eine Nachricht von unserem Notar erhalten: "... Genehmigung nach dem Grundstücksverkehrsgesetz ... erhalten."
Großartig, jetzt kann keiner mehr von einem möglichen Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Damit muß nur noch das Geld auf das Notaranderkonto überwiesen werden und einem Einzug steht nichts mehr im Weg.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Erinnerungstraining mit Artemis und Abschlußtour für Juli mit Inti de Oro und Artemis


Auch heute wurde das Training mit Baldur fortgeführt. Und ein kleines Erinnerungstraining mit Mara - auch ein sehr ruhiges Tier. Sie ist vor dem Euter ein wenig kitzlig, blieb aber trotzdem für sämtliche Desensibilisierungs"tests" stehen. Konnte sie überall anfassen. Sie hat einen deutlichen Grauschimmer in ihrer Wolle.



Die Abschlußtour in diesem Monat bin ich heute mit Inti gegangen. Er hat mich schon in den letzten Tagen immer vorwurfsvoll angesehen und wollte unbedingt mit. Jetzt habe ich seinen Wunsch erfüllt und bin eine große Runde mit ihm in der Gegend herumgelaufen. Ein wundervoller Hengst! Werde mich freuen, mit ihm in Brandenburg die Gegend zu erkunden.

Dienstag, 7. Juli 2009

Training des jungen Baldur Zadik


Baldur ist bei den nordischen Göttern der Gott der Sonne, des Lichtes, der Reinheit, der Schönheit, des Frühlings, des Guten und der Gerechtigkeit. Übersetzt auch der "leuchtende Gott".
In diesem Fall habe ich den Namen eigentlich ganz gut gewählt. Zugegebenermaßen ist die Farbe das Gegenteil, aber die Wolle glänzt! Und er hat Locken.

Baldur Zadik ist ein wunderschöner pechschwarzer Junghengst vom letzten Herbst, der aber wahrscheinlich in einigen Monaten kastriert wird. Er sieht inzwischen braun aus, weil die Spitzen ausbleichen. Dafür ist er noch ganz kuschlig und stärker bewollt. Der Jugendflaum ist seidenweich und es ist eine Freude, ihn zu streicheln. Das läßt er mittlerweile auch geschehen. Er ist nämlich gerade im Training. Habe ein wenig spät angefangen - er ist jetzt 9 Monate alt. Inzwischen läuft er ganz wundervoll am Halfter mit, scheint den Befehl "Steh!" auch mit tatsächlichem Stehenbleiben zu verbinden (immer öfter zumindest) und schaut ansonsten immer sehr neugierig in der Gegend umher. Er mag es nicht, wenn man direkt vor ihm läuft. Er will unbedingt etwas sehen und ordnet sich ganz brav rechts neben mir ein. Nicht, daß ich mich verlaufe!! Ich war jetzt schon mehrmals ganz allein mit ihm unterwegs zwischen Felder und durch Wälder. Und Bekanntschaft mit Kühen und Pferden hat er auch schon gemacht. Nur die Schafe haben sich vor ihm erschreckt.

So begeistert ist er zwar nicht, seine Zähne zeigen zu müssen (das ist kein Lama), aber läßt es über sich ergehen. Schöne abschließende Zähne - so, wie es sein soll. Auch die Ohren kann man bis zu den Spitzen streicheln und in seinem "Kopfschmuck" wuseln. Der Schwanz ist gerade, beide Hoden sind da, der Penislappen ist auch in Ordnung. Alles schön mit intensivem Anfassen und Bauchstreicheln geübt. Auch die Vorderfüße gibt er schon freiwillig her. Bei den Hinterbeinen geht es auch, nur verliert er da ab und an das Gleichgewicht. Das muß also noch geübt werden.
Ein wundervolles Tier. Wenn er nicht verkauft wird, werde ich ihn als Trekkingtier und evtl. auch als Therapiebegleittier einsetzen. In 4 Monaten wird er dazu noch ein Intensivtraining durchlaufen. Vielleicht nehme ich ihn ja auch nächstes Jahr mal zu einer Show mit.

Allerdings hat er sich heute derartig vor einer plötzlich aufgehenden Tür erschrocken - ich übrigens auch! - daß er aus dem Stand über ein 1.30 m hohes Holzgatter gesprungen ist. Wir waren beide recht verdattert und er schaute mich von der anderen Seite überrascht an. Durch die Zauntür ging es wieder zurück.

Samstag, 4. Juli 2009

Kaninchenzucht

War heute in der Nähe von Freiberg, Sachsen bei meinem Lamascherer. Er züchtet auch Kaninchen. Wollte mir die ganzen Vorrichtungen und Maßnahmen bei ihm ansehen, um zu entscheiden, ob es etwas für mich ist oder nicht.
Vielleicht eine kleine Erklärung. Ich hatte überlegt, ob ich nicht zusätzlich - da wir jetzt schon einen Bauernhof gekauft haben und auch Platz ist - noch ein weiteres, diesmal einheimisches Nutztier oder einfach nur Hobbytiere außer den Neuweltkameliden halten sollten. Da ich bei Hunden eigentlich fast nur Huskies für mich persönlich mag, kommt ein eigener Hund erst einmal nicht auf den Hof. Dafür habe ich einen schwarzen Gast hier tagsüber ........

Katzen sind keine Frage, da kommen/müssen 2 sowieso her. Das ist ein indiskutabler Fakt.

Laufenten: legen Eier, schmecken gut, etc. Nachdem ich mir ein Buch gekauft habe, mußte ich feststellen, daß auch Laufenten einen Teich brauchen. Dieser Teich muß ständig gereinigt werden. Diese Zeit stecke ich - ehrlich gesagt - lieber in die Lamas. Unser kleines Gewässerchen mit Springbrunnen ist zu klein und ungeeignet, es hätte ein größerer gebuddelt werden müssen. Also habe ich mich im Zuge der artgerechten Haltung gegen die Enten entschieden. Auch im Hinblick auf die ab und an grassierende Vogelgrippe. Ich möchte die Tiere nicht ohne Freilauf einsperren.

Ich hätte gern Wachteln: wegen der Eier. Auch hier wurde mir wegen Vogelgrippe abgeraten. Also vielleicht eher im kleinen Stil mit ein paar Wachteln nur für Eier. Würde ich trotzdem ganz gern versuchen.

Fasane: wollte ich schon immer haben. Eine heimatliche Vorliebe, die aus dem Erzgebirge kommt. Zu Weihnachten wird dort traditionell Fasan verspeist. Aber auch so finde ich die Tiere wunderschön. Eine Vogelvoliere bei unserer Scheune ist kein Problem. Man könnte den Hundezwinger nach einer gründlichen Reinigung umbauen und zusätzlich noch relativ weit in die Länge hin vergrößern.

Ich bin auch einem Pfau (mit Henne) aus ästhetischen Gründen nicht abgeneigt. Aber mein Partner hält nichts davon und ich will auch keinen Ärger mit Nachbarn, falls er zu laut ist oder sich ständig in deren Gärten bedient. Das also wird erst einmal zeitlich nach hinten geschoben.

Und jetzt bin ich bei Kaninchen. Habe mir Bücher gekauft und durchgelesen, habe mit dem Züchter geredet, in Foren gelesen und bin immer noch nicht abgeneigt. Wir werden sehen. Ich werde es vielleicht mit 2 Häsinnen und einem Rammler versuchen. Aber erst frühestens im nächsten Jahr.

Dienstag, 30. Juni 2009

Suchaufträge gelöscht

Habe sämtliche Suchaufträge und zusätzlich meine Konten bei
www.immowelt.de und
www.immobilienscout4.de
gelöscht. Brauche es endlich nicht mehr.

Guten Tag Herr/Frau Selig,

Sie haben Ihr Kundenkonto bei ImmobilienScout24 gelöscht.

Wir hoffen, Sie waren mit unserem Service genauso zufrieden wie die Mehrzahl unserer User. Wir würden uns freuen, wenn wir Ihnen auch weiterhin mit unseren nützlichen Serviceleistungen helfen können oder Sie bald wieder als ImmobilienScout24-Kunden begrüßen dürfen.

Mit scoutigen Grüßen Ihr ImmobilienScout24-Team

Nun, ich werde da nicht so schnell wieder Kunde werden. Ich gedenke, die nächsten Jahrzehnte in Schenkendorf zu verbringen.

Montag, 29. Juni 2009

Hof gekauft!

Ein sehr schwüler Tag in Berlin mit recht hohen Temperaturen. Habe mehrere Stunden heute mit Telefonaten und Verwaltungsaufgaben verbracht. Konnte einiges organisieren. Und abends war es dann soweit:
Endlich sind die Kaufverträge unterschrieben. Von 18:30 bis 22:30 Uhr saßen wir beim Notar. Zugegeben, die letzte Stunde wurde ohne Verkäufer mit Kreditvertrag und Plaudern verbracht.
Sobald alle Genehmigungen durch sind und alles bezahlt ist, gehört uns ein Bauernhof mit ca. 5 ha Land - fast ausschließlich Grünland. Naja, uns und der Bank natürlich. Und im Oktober nach unserer Hochzeit kann ich endlich meine Lamas nach Brandenburg hochholen und die Herde neu sortieren.
Und dann werde ich auch Lamawanderungen anbieten. Ich freue mich schon darauf, mit den Tieren durch die Wälder zu ziehen und an den vielen Seen und Flußläufen entlangzuwandern. Die Berge werde ich vermissen, aber dafür ist Berlin nur eine halbe Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln entfernt. Kultur und Wissenschaft ist auch nicht zu verachten.

Dienstag, 16. Juni 2009

Billi wieder bei der Herde

Billi ist wieder aufgetaucht. Sie spazierte wohl die Straße entlang und wurde von einem Bekannten eines Bekannten mit dem Auto wieder zum Gestüt getrieben. Da es die ganze Nacht geregnet hat, muß sie sich irgendwo untergestellt haben.
Ein großer Stein ist von meinem Herzen gekullert! Sie ist unverletzt und wieder da ....

Montag, 15. Juni 2009

Lamastute verschwunden - Lama vermisst

Habe heute einen Schreckensanruf bekommen, der mich immer noch mit panischer Furcht erfüllt. Billi ist weg! Keiner kann sie entdecken. Die Polizei ist informiert und viele der Bauern dort auch.
Und jetzt regnet es. Ich hoffe, sie hat sich irgendwo untergestellt. Es scheint, als ob sie Ares nicht mag.
Irgendwie finde ich es ja schon merkwürdig: Wenn sie schon außerhalb des Zaunes ist und der Rest der Lamas innerhalb, hätte ich wenigstens erwartet, daß sie irgendwie in der Nähe - in Sichtweite - der anderen bleibt. Aber sie ist nirgends zu entdecken. Und zwar gar nicht! Auch ein Herumfahren und Suchen hat nicht geholfen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten:
1) Sie versteckt sich im hohen Gras in der Nähe.
2) Sie ist weggelaufen und findet nicht mehr zurück. Die Gegend ist komplett fremd für sie.
3) Sie ist verletzt und kann nicht mehr laufen. Ich möchte das jetzt erst einmal ausschließen.
4) Sie ist los und sucht den Rest der Herde. Ob sie Richtung Süden gelaufen ist? Irgendwie bezweifle ich das aber .....

Ich hoffe, sie taucht bis spätestens morgen wieder auf. Mich erfüllt ein lähmender Schrecken. Ich bin äußerst besorgt und fange an, mir Vorwürfe zu machen ..... Hätte ich sie doch im Erzgebirge gelassen! Jetzt läuft sie hier irgendwo in Brandenburg, südlich von Potsdam herum (sie war in Elizabethöhe bei Werder stationiert). Hoffentlich, hoffentlich kommt sie wieder zurück oder jemand ruft bei der Polizei an und wir finden sie heil und gesund wieder!
Billi: www.zadik-lamas.de/.../ZL_Billi.htm, sie hat einen Registrierchip in der linken Schulter, ist beim deutschen und österreichischen Lamaverein registriert und zusätzlich bei lareu auch noch. Ca. 1,10-1,15 groß (Widerrist), 13 Jahre alt, braun-weiß, classic. Entwurmt, mit Se versorgt, .....

Sonntag, 14. Juni 2009

Lamatransport

Heute wurden Billi und Bonnie 250 km nördlich nach Werder gebracht. Sie sollen dort mit Ares Zadik gedeckt werden. Transport verlief problemlos mit einer Zwischenpause an einer Raststätte und einem kleinen Spaziergang dort.
Das Einladen beider erfahrener Stuten dauerte eine knappe Minute ....

Samstag, 6. Juni 2009

Letzte Lamaschur für dieses Jahr

Und noch 2 weitere Lamaschuren und die restlichen Injektionen vom Tierarzt standen heute an. Alles lief gut - 3 Lamas wurden versorgt.
Und der kleine Dakota bekam auch gleich noch einen Registraturchip verpaßt. Ist zwar zeitig, aber sicher ist sicher. Das kleine Lamafohlen hat einen leichten schwarzen Strich auf dem Rücken und man sieht deutlich, daß die Farben von seinem Vater sind. Dieser bekam eine erweiterte Sattelschur und seine Wolle wurde gekürzt, die Mutter Baila wurde fast komplett geschoren (nur der Hals blieb). Auch hier wurde von den Zuschauern eine weitaus deutlichere Zurordnung zur Kamelfamilie nach der Schur festgestellt.
Und zum Ausklang gab es eine halbe Stunde lang eine kleine Wanderung, bei der das Fohlen munter um seine Eltern herumlief und ab und zu zwischen die Mohnblumen auf die Feldern sprang. Wir ließen es frei nebenherlaufen. Und jedesmal, wenn es uns Menschen zu nahekam, machte es einen Satz zur Seite, erschrocken über seinen eigenen Mut. Ein hübsches Kerlchen und nachdem er sich in Sicherheit gewogen hat (weil es ja das erste Mal außerhalb der Weide war), wurde die Umgebung auch mit mutiger Neugier bestaunt.

Dienstag, 2. Juni 2009

Tiermalerei

Heute hatte ich einen Malkurs. Hatte mir überlegt, ein Lama zu malen, aber mich dann doch für einen Wolf entschieden. Das nächste Mal ist dann ein Lama dran.
Hier ist ein Teil des halbfertigen Bildes (es ist natürlich wesentlich größer, aber ich habe nur ein Bild von der Mitte gemacht) kurz nach Mittag und noch ohne Farbe. Das Resultatbild lade ich später hoch.

Sonntag, 31. Mai 2009

Fohlen geboren: Nachwuchs von Baila (Dakota Zadik)


Auf dem Weg von München zurück habe ich erfahren, daß mir ein neues Fohlen geboren wurde. Baila hat ein süßes dunkles kleines Hengstfohlen von Ares bekommen.
Bei der Namensgebung entschied letztlich mein Mann: Dakota Zadik. Paßt gut.
Rotbraune Wolle mit einem leichten schwarzen Strich über die gesamte Rückenlänge, schwarze Beine und schwarzen Kopf. Der Hals wird nach oben hin auch dunkler.
Unter seinen Vorfahren finden sich: Inca de Oro, MMR Rossellini, Lopes de Oro, Cecilia de Oro, Inti de Oro, Billi Zadik, ....

Montag, 25. Mai 2009

Lamaschur und Tierarzt

Heute wurden 7 Lamas geschoren und der gesamten Herde die nötige tierärztliche Versorgung (Selen und Wurmkur) verabreicht.
Die komplett geschorenen Lamas sehen ziemlich nackt aus. Anhand von Cecilia de Oro kann man sehr eindeutig die Kameliden-Abstammung erkennen. Sie sieht - vor allem aufgrund ihrer Färbung - wie ein kleines Wüstenkamel aus. Inti de Oro und dem Wallach Bino Zadik habe ich nur eine Sattelschur verpaßt.
Inti hat mich aber mit einer Mischung aus Vorwurf und Beleidigt-sein angesehen, als er in der Chute stand und geschoren wurde. Ich habe das wieder wettgemacht, als ich ihm später am Nachmittag eine Stute zuführte, die er mit Freuden deckte. Da ich ihm aber insgesamt heute wohl 6 mal das Halfter aufsetzte und wieder abnahm und nicht mit ihm spazierenging, nahm er mir das wohl übel und ging hochnäsig hinaus, als ich mit von ihm verabschieden wollte. Ich zuckte mit den Schultern und winkte ihm zum Abschied zu, als er doch einige Minuten später neugierig den Kopf um die Ecke steckte und in den Stall lugte.

Sonntag, 24. Mai 2009

AELAS-Kurse B + C

War bei den AELAS Kursen B+C. Die nächsten Kurse sind im Herbst.
Kurse sind empfehlenswert und voll von nützlichen Informationen. Ich empfehle daher, alle Kurse mitzumachen, wenn man Neuweltkameliden hält oder halten will.
Maria hat natürlich auch wieder Kuchen gebacken - ich kann den Neugierigen auch bestätigen: es hat wieder sehr gut geschmeckt. :)